Was ist Suchmaschinenoptimierung

Oft wurde ich gefragt, was man denn unter Suchmaschinenoptimierung versteht. Nun, es wird nicht sofort aus der Bezeichnung klar was damit gemeint ist. Man kann ja auf zwei Arten Suchmaschinenoptimierung verstehen – zu einem den Algorithmus von Suchmaschinen verbessern, damit bessere Suchergebnisse erzielt werden. Und zum anderen Webseiten für den Algorithmus zu optimieren – dies ist der eigentliche Punkt, den man unter Suchmaschinenoptimierung versteht.

Im folgenden erkläre ich, wie man Webseiten für Suchmaschinen-Algorithmen anpassen kann. Da sich die Technik und die Algorithmen immer wieder ändern, ist es schwierig eine genaue Anleitung für so etwas zu geben. Alles was mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat besteht größtenteils aus Erfahrungen. Google und Co geben selbstverständlich keine genaue Auskunft darüber, wie der Algorithmus genau funktioniert. Dann wäre es ja einfach eine Seite genau für die Suchmaschinen anzupassen. Deswegen wird Suchmaschinenoptimierung auch gerne mit „schwarzer Magie“ gleichgesetzt. Keiner weiß genau wie das funktioniert, aber mit geheimen Mitteln erreicht man, dass man auf mystische Weise auf der ersten Seite landet.

Womit fängt Suchmaschinenoptimierung an?

Im Grunde fängt die Suchmaschinenoptimierung bereits beim Design einer Webseite an. Dies kann man nun schon mit schwarzer Magie gleich setzen, da Suchmaschinen-Bots (das sind die Maschinen, die durch das Internet jagen und Informationen sammeln) gar keine Gestaltung erfassen können, sondern nur den Quelltext sehen.
 
Also wenn die Seite folgendermaßen aussieht:
Eine Webseite wie man sie sieht: schön gestaltet und strukturiert
 
Sieht der Bot folgendes:
 
Und das ist die eigentliche Webseite - der Quelltext
 
Das ist für die meisten Menschen nicht mehr als Hieroglyphen. Doch hier stecken wichtige Informationen drin, auf die ich später näher eingehe. Die Frage war ja, was die Gestaltung mit der Suchmaschinenoptimierung zu tun hat. Im Jahr 2011 gab es einige Updates, die laut einiger Gerüchte dazu führen, dass das Benutzerverhalten auf einer Seite von den Suchmaschinen erfasst werden kann. Wer Google-Analytics verwendet, kennt die sogenannte „Absprungrate“. So gehen wir mal davon aus, dass wir diesen Blog hier suchen. Wir geben im Suchfeld „Cyanizer“ ein und die Suchmaschine speichert einen Cookie auf meinem Rechner, der mich und meine Suchanfrage identifizieren und erfassen kann. Ich klicke auf den ersten Link, den mir die Suchmaschine ausliefert – ich verlasse also die Seite der Suchmaschine. Die Suchmaschine weiß also, was ich gesucht habe und was ich angeklickt habe UND wann ich die Suche verlassen habe. Nun finde ich nicht was ich gesucht habe – und klicke zurück. Nun kehre ich genau zu der Suche zurück, die ich vorhin begonnen habe. Der Cookie kommuniziert wieder mit der Suchmaschine und es kann erfasst werden, wie lange ich auf der Seite war. Nun kann dieser Wert verwendet werden, um festzustellen, ob eine Seite die mit dem Keyword „Cyanizer“ hoch im Ranking steht, überhaupt das ist, was der Benutzer gesucht hat. Das Ziel einer Suchmaschine ist es ja, genau die Antwort auf das zu liefern, was der Benutzer in Suchfeld eingetippt hat. Demnach ist der optische Eindruck einer Seite schon enorm wichtig, da eine Webseite innerhalb von wenigen Millisekunden erfasst, und bewertet wird. Sollte nun eine Seite unseriös aussehen, oder zu viel Werbung beinhalten, klickt der Benutzer sofort wieder zurück zur Suche. Dadurch kann man schon viel Relevanz für die Suchergebnisse verlieren.

geiles Design, aber schlechtes Ranking?

Die Besucher der Seite können nun von der Seite begeistert sein, wenn diese denn auf die Seite finden würden. Nun beginnt die eigentliche Suchmaschinenoptimierung. Damit die Webseite für Suchmaschinen relevant wird, muss man sich das Kauderwelsch von eben ins Gedächtnis rufen.
Was sieht die Suchmaschine? – den Quelltext! Hier muss man also schon darauf achten, welche Technik man verwendet. Es ist ratsam, die Webseite auf den neusten Stand zu halten. Viele Jahre war der Standard XHTML – nun kommt langsam aber sicher der Umschwung auf HTML5. Die meisten Browser verstehen bereits die neue Technik und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis alle darauf umgestiegen sind. Zu mal der Inhalt semantisch sinnvoll gegliedert werden kann und damit der Suchmaschine es erleichtert, die Inhalte korrekt zu erfassen.

die richtige Technik

Es gibt viele Dinge, die man aus technischer Sicht bereits optimieren kann. Es ist durchaus wichtig, dass die Webstandards eingehalten werden und der Quelltext möglich ohne Fehler geschrieben wird. Man könnte nun behaupten, dass ein unsauber geschriebener Quelltext auf keine tolle Seite hindeutet, was durchaus nachvollziehbar ist. Also: haltet euren Quelltext sauber! Dies kann man ganz leicht über folgende Seite überprüfen lassen:
 
http://validator.w3.org/
 
Es wird nicht nur aufgelistet, wie viele Fehler man im Quelltext hat, sondern auch noch wo genau diese sich befinden. Demnach muss man jetzt keinen super Quelltext aus dem Kopf heraus schreiben können – wäre aber hilfreich.

Don´t forget your head!

Enorm wichtig – aber oft ausgelassen – der HEAD-Bereich einer Seite. Hier definiert man viele formale Dinge.
 
Dazu zählen:

  • Dokumententyp
  • Zeichensatz
  • Titel der Seite
  • Meta-Angaben
    • Autor
    • Beschreibung (Description
    • Canonical
    • Robots (um Seiten von Suchmaschinen eventuell fern zu halten
  • Link-Typen um externe Dateien zu laden

 
uvm…
 

Alle diese „formalen“ Angaben, die der Benutzer zwar nicht auf der Seite sieht – aber in den Suchergebnissen. Der Title ist beispielsweise das, was ein Dokument betitelt und zudem in den Suchergebnissen angezeigt wird. Der kleine Text darunter ist die Description. Hiermit kann man eine einzelne Seite schon auf ein Keyword optimieren.
Mal angenommen wir wollen eine bestimmte Seite auf das Keyword „Hundehalsband“ optimieren. Dann fangen wir an einen präzisen und vor allem kurzen Titel zu wählen. Je weniger Worte der Title hat, desto relevanter wird das einzelne Wort. Also bietet es sich hier an, den Titel der Seite exakt auf das Keyword zu präzisieren. Viele begehen den Fehler und versuchen einen äußerst attraktiv klingenden Titel auszuwählen. Dies kann im schlimmsten Fall unseriös und wie Spamming wirken, wenn man nun schreiben würde: „Hundehalsband kaufen, Hundehalsband günstig kaufen…“ etc.
 
Der richtige Titel der Seite ist demnach einfach nur „Hundehalsband“.
 
Bei der Beschreibung/Description wäre es auch sinnvoll, diese so kurz zu halten wie es geht. Die meisten Suchmaschinen erfassen maximal 160 Zeichen in der Beschreibung. Man kann darauf achten, dass das Keyword ziemlich weit vorne steht, da es dem Sucher dann auch sofort ins Auge springt, wenn er die Suchergebnisse durchsucht. Auch hier bitte keine Werbesprache, sondern wohl formulierte Sätze – eine kurze Zusammenfassung von dem, was auf der Seite zu finden ist.

Duplicate Content und der Canonical-Tag

Da keiner gerne zweimal hintereinander den gleichen Artikel lesen möchte, ist der doppelte Inhalt (Duplicate Content) ein wichtiger Punkt in der Suchmaschinenoptimierung geworden. Dies verhindert zu einem, dass irgendwelche Inhalte kopiert werden und man dann besser im Ranking steht, als der eigentliche Verfasser und zum anderen ist dadurch Individualität gewährleistet. Die Suchmaschine speichert jeden Inhalt ab und kann anhand des Zeitstempels auch feststellen, auf welcher Seite sich dieser zu erst befunden hat und wer kopiert hat. Kopierer werden grundsätzlich nicht mit den geklauten Inhalten ranken, sondern werden „abgestraft“. Das bedeutet, dass diese Inhalte gar nicht erst in den Suchmaschinenergebnissen auftauchen. Jedenfalls nicht weit oben. Das ist der Punkt, wo sich viele selbst ein Bein stellen. Viele Webseitenbetreiber halten es für sinnvoll viele Domains zu registrieren, und identischen Inhalt darauf zu parken – falls mal ein Besucher was anderes eintippt. Dies wird aber schon als Duplicate Content gewertet. Und da die Inhalte zumeist zur selben Zeit online gestellt werden, kann es durchaus passieren, dass die Hauptdomain an Relevanz verliert und dann nicht mehr aufzufinden ist.
 
Oder es wirkt so, als würde man versuchen zu mogeln – das Resultat bleibt das gleiche: die Abstrafung. Es kann durchaus sogar sein, dass eine Seite die über www. und ohne www. erreichbar ist, auch als Duplicate Content gewertet werden kann. Hierbei ist es sinnvoll dies über sogenannte 301-Weiterleitungen zu regeln. Sodass ein Besucher sofort auf mit www. weitergeleitet wird, wenn er die Seite ohne eingetippt hat. So ist man früher verfahren. Es gibt mittlerweile die Möglichkeit direkt über den Head-Bereich festzulegen, auf welcher URL dieser Inhalt quasi seinen „Stammsitz“ hat.

 
Als Beispiel:
Ich habe die Domain hundefutter .de und hundefutter-kaufen .de
 
Nun möchte ich, dass die Domain www. hundefutter. de hoch in den Suchmaschinenergebnissen erscheint. Dann wäre der Canonical-Tag auf allen Seiten mit dem gleichen Inhalt:
 
<meta name=“canonical“ content=“http:// www. hundefutter .de“ />
 
Somit zeigt jede Domain, egal ob mit www und ohne www auf die oben stehende Domain.
Aber hierbei muss ich persönlich sagen, dass es am besten wäre, dass man bei hundefutter-kaufen .de eine 301-Weiterleitung auf www. hundefutter .de einrichten sollte. Da jede Domain, die man zusätzlich registriert ein Indiz dafür ist, dass man versucht zu mogeln, sollte man es generell bei einer einzigen Domain belassen und den Canonical-Tag einbauen, um sich vor doppelten Inhalten und somit vor einer Abstrafung zu schützen.

Der Content

Nun kommen wir zu dem Hauptteil, um den sich doch alles dreht: dem Inhalt der Seite. Es wird von Suchmaschinen immer angepriesen, dass es enorm wichtig sei die richtigen Inhalte zu veröffentlichen. Hier gibt es auch wieder viele Dinge zu beachten, die an sich selbstverständlich sein sollten. Dafür muss ich hier die Ur-Frage für das Internet nennen: wofür brauchen wir das Internet? – Das Internet wurde für den Austausch von Informationen geschaffen. Es hat deutlich zugenommen an Funktionalität und Unterhaltung. Doch der Kern ist derselbe geblieben: im Internet geht es um Informationen. Das ist auch das, was eine Suchmaschine macht – es werden Informationen gesammelt und bewertet (das Ranking). Wenn ich in den Suchschlitz etwas eintippe, suche ich nach Informationen. Und wer gefunden werden will, sollte nach Möglichkeit diesen Aspekt niemals aus den Augen verlieren.
 
Es ist wichtig, dass originelle und sehr informative Inhalte in Textform auf der Seite zu finden sind. Wenn man nun einen Onlineshop führt, sollte man den Besucher über das Produkt informieren. Viele die etwas wie „Sonnenbank“ suchen, sind in sehr vielen Fällen auf der Suche nach Informationen und nicht danach bei wem diese am billigsten zu kaufen sind. Da hilft es dann auch nicht, wenn man die Beschreibung des Herstellers kopiert (Stichwort : Duplicate Content). Außerdem bringt es dem Webseitenbetreiber im besten Fall Backlinks (Links zu seiner Seite) und steigt noch weiter im Ranking.
 

Dabei hilft es dann auch die Inhalte gut zu strukturieren mit Absätzen, Überschriften, Zwischenüberschriften usw. Hier hat man auch eine Hierarchie einzuhalten: es sollte nur eine Überschrift der ersten Ordnung (H1-Tag) auf der Seite vorhanden sein und Zwischenüberschriften, je nach Gewichtung untergeordnet sein. Es kann auch nicht schaden, das Keyword, mit welchem man in den Suchergebnissen erscheinen will ab und zu im Text zu verwenden. Die Betonung liegt hier eindeutig auf ab und zu. Es gibt ungefähre Werte an die man sich halten kann. In diesen heißt es, dass eine Keyworddichte von ca. 3% vollkommen gesund wären. Nur um es mal vor Augen zu halten: auf 100 Worte sollte das Keyword ungefähr 3 Mal vorkommen.

Dieser Aufwand lohnt sich, da ihr bei den Lesern Sympathie auslöst, wenn diese mit Informationen gefüttert werden und auf eurer Seite bleiben (Absprungrate) und euch weiterempfehlen (Backlinks) und zu guter Letzt bei den Suchmaschinen an Relevanz gewinnt.

Die Verzeichnis-Struktur und URL´s

Nun haben wir ein ausgesprochen ansprechendes Design, super Inhalte und kommen zum abspeichern. Doch es ist nicht unbedingt ratsam, alle Dateien ins Stammverzeichnis auf den Server zu legen. Man sollte sich eine sinnvolle Verzeichnis-/Ordner-Struktur überlegen. Dabei fängt es schon an, dass man keine sinnlosen Bezeichnungen wie 1.html verwendet. Weder die Suchmaschine, noch der Internetnutzer weiß, worum es auf der Seite geht, wenn man nur dir URL zu Gesicht bekommt. Man muss seine Inhalte kategorisieren und richtig bezeichnen, damit man eine suchmaschinenfreundliche URL erhält.
 
Mal angenommen ich bin auf der Startseite einer Domain, die im Stammverzeichnis des Servers liegt. Jetzt wird auf einen Link geklickt, der auf eine Seite führt, auf der es um eine spezielle Kaffeesorte geht. Nun wäre es optimal, wenn die URL nun folgendermaßen weitergeht: .de/kaffee/sorten/superkaffee.html – ich hoffe, dieses Beispiel zeigt deutlich, wie eine vernünftige URL auszusehen hat. Dabei ist noch zu beachten, dass die Verzeichnis-Struktur so flach wie möglich gehalten werden sollte. Nicht mehr als zwei, drei Unterverzeichnisse sind empfehlenswert

Das was die Suchmaschine nicht sieht

Es wurde nun schon mehrmals angeschnitten, dass die Suchmaschinen nicht mehr sehen, als den Quelltext einer Seite. Nun was ist, wenn wir super gute Grafiken auf der Seite haben? Grundsätzlich sollten die wichtigen Inhalte in Textform vorhanden sein (vor allem in der Navigation!!!), aber wie heißt es doch so schön? – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
 
Nun haben wir aber das Problem, dass die Suchmaschine dieses Bild nicht sehen kann. Diese Elemente kann man mit einem Alternativ-Text versehen, der das Bild, oder die Grafik mit wenigen Worten beschreibt. Dies kann man über das sogenannte „Alt-Attribut“ realisieren. „Alt“ steht hierbei – wie man sich schon fast denken kann – für Alternativ. Dieser sieht folgendermaßen aus: alt=“der alternative Text anstelle des Bildes“. Dieses Attribut wird einfach in den jeweiligen Image-Tag mit eingebunden. So ermöglichen wir nicht nur der Suchmaschine, den Inhalt des Bildes zu erfassen, sondern auch unseren blinden Mitbürgern, die mit Text-Browsern durch das Internet surfen und denen der entsprechende Alternativ-Text vorgelesen wird.

Die Suchmaschinenoptimierung ist eine Wissenschaft für sich – und sie wächst.
Wenn man das oben stehende einigermaßen befolgt, hat man keine schlechten Chancen gut ins Ranking einzusteigen und gefunden zu werden. Doch das ist nur die Spitze vom Eisberg. Das wäre auch alles zu viel hier aufzuzählen und zu erläutern. Aber keine Sorge – ich meine damit nur in diesem Beitrag. Auch weiterhin werde ich meine Erfahrungen in diesem Bereich in meinen Artikeln teilen und hier veröffentlichen. Doch ich hoffe, dass mit dieser Seite schon mal ein Anfang gemacht ist und einigen weiterhelfen kann.

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