Zeit für neue Pläne

Endlich habe ich es geschafft!
Nach laaaaaanger und vor allem sehr stressiger Zeit bekomme ich nun wieder die Chance, etwas zu planen und neue Projekte zu starten. Was mich leider bisher verhindert hat, war zu einem zwei größere Webdesign Projekte, mit kompletter Entwicklung und Programmierung bis zum bitteren Ende der Deadline und zum anderen noch – man glaubt es kaum – meine Ausbildung.

Was mich aufgehalten hat

Ich habe tatsächlich mal angefangen mein Berichtsheft zu schreiben und hatte ein paar Aufgaben für Gestaltung zu erledigen. Interessant und nervend zugleich war die Aufgabe eine Wortmarke für die Firma „Oldenburger & Paul GmbH Bauunternehmung“, mit kompletter Geschäftsausstattung zu entwickeln. Nicht, dass der Name abnormal lang ist für ein „Logo“ nur aus Schrift und wenigen, fast gar nicht vorhandenen Gestaltungselementen. Das Entwickeln an sich ist weniger das Schlimme, denn das was ich meine ist die Konzeption, warum man etwas wie gemacht hat und welcher DIN es entspricht, was typisch ist für die Schriftgruppe und so weiter.

Der perfekte Gestalter

Ernsthaft, ich habe schon bei Rage Comics einen passenden Cartoon gefunden, in dem es heißt: „the poem: the sky is blue / teacher and artists: the sky is blue, because something goes terrible wrong in the poems childhood / the poem: THE SKY IS FUCKING BLUE!“. Damit will ich einfach nur sagen, dass der Dichter, oder der Künstler/Gestalter sich manchmal gar nichts dabei denkt, sondern es einfach macht, da ihm sein Gefühl sagt, dass dies gut aussieht und passt. Es ist genau der Effekt, der bei dem Betrachter ausgelöst wird, da wir zwar verschieden sind, aber einige Merkmale doch immer gleich sind, wie beispielsweise beim Farbempfinden. Jeder empfindet Rot als warm, oder gar heiß und Blau als kalt. Demnach kann ein Gestalter auch seine Farben zu gewissen Themen wählen, ohne sich wirklich was dabei zu denken. Ich bin der Meinung, dass es bei der Kunst und der Gestaltung um viel mehr geht, als nur um die bloße Vermittlung von Informationen. Man muss nicht eine Wissenschaft daraus machen, um feststellen zu können, wer ein geeigneter Gestalter ist und wer nicht. Diejenigen, die rein aus ihrem Gefühl heraus Dinge gestalten haben Spaß dabei und sowas wie das perfekte Druckerzeugnis, Webseite oder sonst irgendwas gibt es einfach nicht. Ich würde gerne behaupten, dass ich schon recht gut wäre, bin ich aber nicht. Seitdem ich die Ausbildungen angefangen habe, gewinne ich zunehmend den Eindruck, dass ich durch die ganzen Regeln und Konzeptionen in meiner gestalterischen Freiheit eingeschränkt werde. Früher konnte man mir sagen, dass ich einfach irgendwas machen sollte und ich hatte eine Idee. Jetzt habe ich Hemmungen, irgendwas zu machen, da ich mir anhand der Informationen erst ein Bild zusammensetzen kann. Man könnte fast behaupten, man denkt konzeptionell, falls es dieses Wort überhaupt gibt. Wohin dieser Weg noch führt steht in den Sternen. Vielleicht täusche ich mich ja und genau dieser Weg ist der richtige zum – nahezu – perfekten Gestalter.

Oder wie eine ehemalige Gestaltungslehrerin mal erklärte:

Der Unterschied zwischen Gestaltung und Kunst ist, dass Kunst Probleme erschafft, die der Betrachter für sich selbst lösen muss und die Gestaltung Probleme löst und strengen Regeln unterlegen ist. Die Kunst hingegen ist frei.

3D Animation Returns

Da es sich nun wieder anbietet, da es mit dem Unterricht korrespondiert, werde ich nun von dem ganzen Seo- & Webdesign Zeugs erstmal etwas ablassen und mich der 3D Animation wieder widmen, da es demnächst Unterrichtsthema wird. Vielleicht kreiere ich ein paar Tutorials, oder fasse einige zusammen, damit man einen besseren Überblick findet. Es dürfte spannend bleiben.

2 Kommentare

  1. „THE SKY IS FUCKING BLUE!”
    Dieser Satz sagt an sich schon alles. Regelwerk kann einen führen und ab und an vielleicht sogar Ideen bringen, aber ohne einen gewissen künstlerischen Freiraum ist das alles irgendwie … leer (meiner ansicht nach zumindest).
    Perfektion ist kritisch genug, aber Regelwerks-Perfektion hat einfach keine Seele.

    Hey ich hab von deiner Arbeit echt 0 Ahnung, dass weißt du, daher kann ich nur sagen: Man wird sich auf Regeln und Vorgaben einlassen müssen, vor allem in bestimmten Bereichen, aber wenn es noch Möglichkeiten gibt, sollte man mögliche Freiräume immer nutzen. Sonst ist es vielleicht tatsächlich perfekt designed, aber ohne eine persönliche Note, ist das ganze nur halb so viel wert. Dann könnte man auch (hätte man die notwendige technik) Maschinen für derartige Arbeiten nutzen.

  2. Es wird sich sicherlich lohnen, dass du mal wieder einen Blick über den Tellerrand wirfst, raus aus deinem Arbeitsalltag und deiner Kreativität ein bisschen Freiraum gibst. Es wäre mehr als schade, wenn deine kreative Ader, deine ganzen Ideen weggesperrt werden! Ich bin sehr gespannt wie genau du deine neuen Pläne umsetzen und sie mit deinem Unterricht verbinden wirst – ich freue mich drauf!

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