AIDA und GIULIA Prinzip | Gestaltung

Ich bin ja ein absoluter Fan von Theorie und Gestaltungstechnik. Nicht. Aber es gibt gewisse Dinge, die doch ganz interessant sein können, wenn man sich näher damit beschäftigt. Zum Beispiel der Unterschied zwischen dem AIDA und dem GIULIA Prinzip. Es gibt ja wirklich für alles eine Wissenschaft, so auch in der Gestaltung. Im Folgenden gehe ich kurz auf die beiden Prinzipien ein und erläutere die wesentlichen Unterschiede.

Das AIDA Prinzip

Allgemein kann man das AIDA-Prinzip jeglicher Art von Werbung zuteilen, da es die Grundsätze von dieser beinhaltet. Die einzelnen Buchstaben stehen für:

  • Attention
  • Interest
  • Desire
  • Action

Dies sind zugleich die einzelnen Stadien, die eine Werbung im Idealfall beim Konsumenten bewirkt. Das AIDA-Prinzip vergleiche ich sofort mit einer normalen Anzeige aus einer Zeitschrift. Beim Durchblättern der Seiten soll unsere Aufmerksamkeit auf diese Anzeige gelenkt werden. Dies geschieht durch Eye-Catcher (irgendwie selbsterklärend). Das ist in den meisten Fällen irgendwas großes auffälliges, zumeist ein interessantes Bild, oder eine abnormal große Überschrift mit einem flotten Spruch und so weiter…

Ist die Aufmerksamkeit erst einmal da, muss die Anzeige Interesse bei dem Betrachter hervorrufen, sodass dieser sich näher mit der Werbung beschäftigt und die Werbemaßnahme wirken kann. Ist dieser Punkt erreicht und der Betrachter fühlt sich durch die Werbung angesprochen, wird sein Verlangen nach diesem Produkt geweckt, welches zur Aktion (Action) – dem Kauf des Produkts – führen soll.

Schlicht ausgesprochen: das klassische Prinzip der Werbung.

Das GIULIA Prinzip

Das GIULIA Prinzip ist weniger bekannt, aber für mich persönlich interessanter. Das GIULIA-Prinzip findet man nämlich typischerweise bei Webseiten. Die einzelnen Buchstaben bedeuten:

  • Glaubwürdigkeit
  • Information
  • Unverwechselbarkeit
  • Lesbarkeit
  • Interesse
  • Aufmerksamkeit

Man sagte, es sei das AIDA-Prinzip nur rückwärts. Doch wie kommt das zustande? Ganz einfach: wenn ein User eine Internetseite aufruft, geht man davon aus, dass dieser bereits Interesse bekundet hat und sich nun näher mit dem Thema beschäftigen will. Dieser ruft die Webseite auf und es muss dem Betrachter glaubwürdig erscheinen, was er da sieht. Seiten die zugeballert sind mit Werbung (Bannern und Bling-Bling-Anzeigen) und wenig Informationen liefern, wirken unseriös und nicht vertrauenswürdig. Doch auch gerade wenn wir viele Informationen bereit stellen, müssen diese ertragbar lesbar sein, da wir diese sonst nicht lesen würden. Eine Wall of Text, ohne jeglichen Absätze und Zwischenüberschriften sind grausam zu lesen. Erst wenn diese Stadien erreicht wurden, beginnt wieder das Interesse an dem Produkt und der Betrachter schenkt diesem wieder seine Aufmerksamkeit.

Bei dem GIULIA Prinzip wird eine Vertrauensbasis zwischen Kunden und Anbieter hergestellt. Webseiten die vorrangig aus Werbung bestehen werden nicht gerne besucht und das auch aus gutem Grund. Webseiten sind dazu da, um Informationen zu liefern und nicht mit Werbung zu penetrieren.

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