Rolleiflex T1 – der erste Film

Die Rolleiflex T1 beim Fotografieren
Die Rolleiflex T1 im Einsatz

Seit einigen Wochen – wenn nicht sogar Monaten! – habe ich Neuzuwachs in meiner kleinen Sammlung an Kameras. Da mich das Analog-Fieber deutlich gepackt hat und der erste entwickelte Film meiner Mittelformat Balgenkamera leider eine Enttäuschung war, weil der Balgen Licht durch ließ und deswegen nur schwarze Negative entstanden, wollte ich trotz Allem die Hoffnung nicht aufgeben. Viele Monate suchte ich nach einer doppeläugigen Mittelformatkamera, die noch gut genug in Schuss ist, um mit ihr noch einige Jahre schöne Fotos schießen zu können.

Rolleiflex T1 durch Aushilfe verdient

Vor einiger Zeit habe ich mal in dem Geschäft für Fototechnik ausgeholfen, in der ich meine erste analoge Kamera – die Minolta XD 7 – erstanden habe. Für diese Hilfe wurde ich vor einigen Wochen belohnt: ich erhielt, wie versprochen meine nächste Mittelformat Kamera. Es ist eine Rolleiflex T1 (wie ich vermute, da keine genaue Typenbezeichnung darauf ausfindig gemacht werden konnte).

Wie es auch bei einer neuen Flamme ist, muss man sich erst einmal näher kennenlernen, bevor man ans Eingemachte gehen kann. Dieses Kennenlernen ging nun leider über viel Wochen, da ich mich nicht so Recht traute mit der Rolleiflex T1 Fotos zu machen. Zu einem, weil ich bei den winterlichen Verhältnissen einen Glaspilz fürchtete, oder gar eine Enttäuschung, durch einen Defekt, sodass wieder die Negative überbelichtet wären. Doch wofür hat man fotografiebegeisterte Freunde, die einen einfach mal so anschreiben und fragen, ob man nicht mal eben das Wetter ausnutzen wolle, um Fotos machen zu gehen? Ewig ist es her, dass mir so ein Gedanke kam, da ich immer viel zutun hatte und auch gar nicht mehr wusste, was ich überhaupt fotografieren sollte. Ich fürchtete, ich habe das „Knipsen gehen“ verlernt.

Es tat gut, einfach mal vor die Tür zu gehen und die Kamera mit dabei zu haben. Die Rolleiflex T1 war bereits von mir mit einem Kodak T-MAX 100 ausgestattet worden. Glücklicherweise hatte ich meinen kleinen Hund Mikey mit, der sich ideal als Model eignete (und das schon seit einigen Jahren!).

Die Rolleiflex T1 zu bedienen war relativ einfach, wenn man erst einmal herausgefunden hat, wie man die wichtigsten Einstellungen vornehmen musste/konnte. Ein schier endloses Rätsel war es für mich am Anfang, wie man Belichtungszeit und Blende getrennt voneinander einstellen kann, da man durch verschieben des Hebels nur beides zusammen verändern konnte. Dass man exakt diesen Hebel auch herausziehen kann, um dann getrennte Einstellungen vornehmen zu können, erscheint einem wie ein schlechter Scherz, wenn man dieses unlösbare Rätsel endlich überwunden hat. Nachdem der Film voll war, konnte ich es kaum erwarten die Abzüge der Rolleiflex T1 zu sehen. Relativ schnell konnte ich unter professioneller Anleitung den Film entwickeln. Wobei ich bei der Filmentwicklung eher derzeit noch ausführende Kraft bin und weniger das Fachwissen dafür habe. Doch ich hoffe durch Wiederholung die komplexen Zusammenhänge der Chemikalien, Temperatur, Entwicklungsdauer usw. verstehen und nach meinen Vorstellungen beeinflussen zu können.

Das Ergebnis war zum Glück erfreulicher, als das Letzte:

Hund auf Schlitten, der direkt in die Rolleiflex T1 guckt.

heruntergekommender Wohnwagen.

ein heruntergekommender Wohnwagen in der Ferne.

Hund auf Schlitten

die Fotografin mit der modernen DSLR Kamera mit einer Rolleiflex T1 fotografiert.

Mikey, der auf einem alten Schlitten thront und durch die Rolleiflex T1 abgelichtet wurde.

Carolin, die am Schwimmbad entlang geht.

Mikey im Vordergrund und direkt dahinter eine lauernde Fotografin.

Carolin mit Mikey durch die Rolleiflex T1 abgelichtet

Carolin auf einem Mittelformat Rollfilm abgelichtet.

ich mit meinem kleinen Hund. Leider ist das Foto unscharf.

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