Fotoaufgabe: Bewegungsunschärfe

Die Aufgabe war es eine Werbefotografie für einen Sportschuh anzufertigen. Der Schuh selbst musste nicht unbedingt abgebildet werden. Jedoch war zu beachten, dass das Foto im Hochformat geschossen wird und eine Bewegung sichtbar ist. Klingt relativ einfach, wenn wir uns die Einführung über die Belichtungszeit nochmal durchlesen. Doch leichter gesagt, als getan. Es benötigte einige Versuche, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen.

Die Ausrüstung

  • zwei DSLR-Kameras (Hersteller unrelevant)
  • 50mm f1.4 – f22
  • 28mm f2.8 – f22
  • zwei extern bedienbare Blitze
  • Reflektor
  • Stativ
  • Taschenlampe

Ausrüstung für die Bewegungsunschärfe Aufgabe

Da es relativ lange hell war, warteten wir bis zum Einbruch der Nacht, damit die Belichtungszeit auf mehrere Sekunden erhöht werden konnte, um durch die externen Blitze Momentaufnahmen während der Belichtung zu erzielen. Dadurch wird der Effekt erzielt, dass jedes Mal, wenn aufgeblitzt wurde die derzeitige Bewegung eingefroren wird und sich dies beliebig oft während der Belichtungszeit wiederholt werden kann. Da die Sportschuhe an einer bestimmten Stelle scharf abgebildet werden sollten, wurden beide Blitze gleichzeitig ausgelöst und der Läufer verharrte einen Moment in dieser Position, um genau diese stärker auf der Belichtung darzustellen.

ich bei der Arbeit für die Fotoaufgabe der Bewegungsunschärfe

Nach mehreren Aufnahmen und Versuchen der manuellen optimalen Belichtung, erwies sich folgende Einstellung als optimal für das stetige Blitzen: 28mm f5.0 4“.
Dadurch wurde eine relativ lange Belichtungszeit von 4 Sekunden erzielt und das Motiv wurde optimal von den Blitzen erfasst. Ein Blitz verfügt über eine sogenannte Stroboskop-Funktion, was ein sehr schnelles Blitzen hintereinander ermöglicht. Der andere Blitz wurde an der gewünschten Stelle im Foto ausgelöst, um die Sportschuhe scharf darzustellen.

Nachdem alle Fotografien aufgenommen wurden und die Nachbearbeitung vollzogen wurde, entstand folgendes Endergebnis:

hier das Ergebnis der Bewegungsunschärfe Aufgabe

Problematik

Häufig wurde es zum Problem, dass die Umgebung noch zu viel Licht gestreut hat, was dazu führte dass wir in die absolute Dunkelheit zogen, um alles komplett kontrollieren zu können. Außerdem wurde jegliche Automatik ausgeschaltet und experimentell weitergearbeitet. Die richtigen Einstellungen wurden schnell gefunden und es wurden zusätzlich noch weitere Fotos mit dieser Technik geschossen, die nichts mit der Aufgabe selbst zu tun hatten. Da es zwei geeignete Aufnahmen gab, wurden diese beiden zusammengelegt und mit Masken ineinander gefügt, wobei eine Aufnahme nur als Ergänzung einer gelungenen dient.

Außerdem wurde ich bei einer schnellen Aufnahme leicht verletzt, da ich mich beim Hinsetzen mit der Hand aufstützte, geriet mir ein Glassplitter in meine Fingerkuppe, die sofort heftig zu bluten begann. Nach Entfernung des Glassplitters gelang uns noch eine relativ spektakuläre Aufnahme eines Bluttropfen zu machen.

Das Foto eines Bluttropfen der von meinem Finger tropft

eine weitere Langzeitbelichtung

Hiermit möchte ich mich noch bei Heinz bedanken, dass er mich so tatkräftig unterstützt hat. Neben der Fotoaufgabe gelang uns noch folgendes Foto. Diese ist auch eine Langzeitbelichtung, in der zweimal geblitzt wurde. Demnach sitzen wir gar nicht nebeneinander, sondern haben uns vielmehr nacheinander hingesetzt und geblitzt. Zur Orientierung dienten Bodenplatten.

Dominik und Heinz die wenige Sekunden auseinander sitzen und zusammen die Fotoaufgabe gemeistert haben

4 Kommentare

  1. Da haben Sie wieder einen Volltreffer gelandet, Herr Wehberg! Dank Ihres interessanten und für den Anfänger trotz allem leicht verständlichen Blog, bin auch ich so langsam „im Bilde“.
    Weiter so – kann den nächsten Artikel kaum abwarten!

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