Geisteffekt Langzeitbelichtung

Eine Person im Geisteffekt Langzeitbellichtung die im Flur steht und durchsichtig ist. Der Kopf ist gesenkt.

Durch eine Langzeitbelichtung lässt sich ein Geisteffekt erzielen, da hier bestimmte Bildelemente durchsichtig erscheinen. In diesem Tutorial wird gezeigt, wie dieser leicht selbst erstellt werden kann – ganz ohne Bildbearbeitungsprogramme!

Was wird benötigt?

Für eine Langzeitbelichtung braucht man eigentlich nur:

  • eine Kamera mit manueller Belichtungseinstellung (vorzugsweise eine DSLR)
  • ein Stativ (oder ein Objekt, auf dem man die Kamera ablegen kann)
  • wenig Licht (das in die Kamera dringt)
  • ein wenig Geduld
  • optional: ein Fernauslöser
  • optional: eine Taschenlampe

Außerdem wäre ein generelles Verständnis von der Belichtungszeit hilfreich. Eine kurze Einführung findet man auf folgender Seite: Belichtungszeit kurz erklärt

Aufbau und Einstellungen an der Kamera

Um eine Langzeitbelichtung durchführen zu können, muss gewährleistet sein, dass wenig Licht in die Kamera dringen kann. Hierzu wird die Blende so weit es geht geschlossen (Blende 22, oder ein höherer Wert), sowie die Lichtempfindlichkeit des Sensores auf ISO 100, oder niedriger (wenn möglich) gestellt. Um das eindringende Licht nun noch weiter zu reduzieren, verwendet man entweder einen Neutraldichtefilter, auch Graufilter genannt (bei Tag), oder man wartet einfach bis es dunkel wird – letzteres wäre meine bevorzugte und kostengünstigere Variante. Außerdem erhält man bei Dunkelheit einen authentischeren Geistereffekt.

Die oberen Einstellungen sind im manuellen Modus möglich. Dieser ist auf dem Einstellrad auf der oberen Seite der Kamera durch ein großes „M“ gekennzeichnet.

Da die Kamera mehrere Sekunden belichtet, muss gewährleistet sein, dass diese sich während der Aufnahme nicht bewegt, weswegen diese auf ein Stativ angebracht werden sollte, oder auf einen Stuhl, Tisch usw. abgestellt wird.

Durchführung der Langzeitbelichtung

Sind die Einstellungen an der Kamera vorgenommen und die Kamera sitzt fest kann es auch eigentlich schon losgehen. Man stellt die Kamera auf einen manuellen Fokus und stellt auf den Bereich scharf, in dem die geisterhafte Erscheinung erscheinen soll.

Die Belichtungszeit ist an dieser Stelle experimentell, sodass man wahrscheinlich mehrere Versuche braucht, bis man eine korrekte Belichtung, sowie einen schönen Geistereffekt erzielt hat. Nach meiner Erfahrung ist es hilfreich mit 10 Sekunden Belichtungszeit anzufangen und nach dem ersten Bild kann man sich an die korrekte Belichtung nähren indem man die Belichtungszeit verlängert, oder verkürzt – je nachdem, ob das Bild zu dunkel, oder zu hell war.

Ist eine Belichtungszeit gewählt, stellt man die Person, oder das Objekt an die Stelle, an der die geisterhafte Erscheinung auftauchen soll und löst nun entweder mit einem Fernauslöser aus, oder benutzt den Zeitauslöser der Kamera. Nun beginnt die Kamera zu belichten. Man sollte mitzählen, wie viele Sekunden die Kamera belichtet, da sich der Geist in dieser Zeit nicht bewegen darf und auch bei der halben, oder dreiviertel Dauer der eingestellten Belichtungszeit schnell aus dem Bild bewegen sollte. Da die Kamera ab hier noch weiter belichtet, werden die Bereiche sichtbar, die vorher der vermeintliche Geist verdeckt hat und werden mit aufgenommen.

Das Ergebnis ist, dass die Person durchsichtig erscheint und zumindest auf dem Bild zu einem Geist wird.

Beispiel eines Geistereffekts mittels Langzeitbelichtung

Eine Person im Geisteffekt Langzeitbellichtung die im Flur steht und durchsichtig ist. Der Kopf ist gesenkt.

(Blende) F22, (Belichtungszeit) 3.2 Sek, (Lichtempfindlichkeit) ISO 100

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