Die Blende

hier ist die Blende in einem Objektiv zu sehen

Einer der wichtigen Faktoren, die zu einer korrekten Belichtung eines Bildes führen, ist die Blende. Wer die Einführung nicht gelesen hat, kann auf folgenden Link klicken:

Einführung in die Fotografie

Die Blende ist eine variable mechanische Öffnung innerhalb eines Objektives. Diese kann über die Kamera, oder am Objektiv selber gesteuert werden. Die Blende regelt nicht nur die Menge des eintreffenden Lichtes auf der Filmebene, sondern trägt auch einiges zur Regulierung der Schärfe des Fotos bei. Die jeweilige Schärfentiefe eines Fotos lässt sich berechnen, jedoch ist die Schärfe in der Fotografie ein eigenes Kapitel, welches ich auf einer eigenen Seite näher erläutern möchte. Kurz gesagt, gibt es ein paar Dinge, die man über die Blende wissen sollte, um schon dadurch ein Foto gezielt planen zu können.

Dazu ein Beispielfoto einer Blende:

Die kleine Öffnung in der Mitte ist die sogenannte Blende

Die Blende wird durch verschiedene Werte definiert, die man kennen sollte. Diesbezüglich ist zu sagen, dass jeder Wert entweder doppelt soviel, oder doppelt so wenig Licht durchlässt, wie bei den benachbarten Werten.

1    1.4    2    2.8    4    5.6    8    11    16    32

Zwischen diesen Werten gibt es noch halbe und drittel Abstufungen. Dies ist die Blendenreihe der ganzen Abstufungen. Es gibt hierfür auch einen ungefähren Faktor von 1.4, der jeweils multipliziert, oder dividiert wird, um auf die nächste Blendenstufe zu kommen. Diese Blendenreihe sollte man sich mit der Zeit einprägen.

Niedriger Blendenwert, große Öffnung

Ein niedriger Blendenwert bedeutet, dass die Blende sehr weit geöffnet ist, dadurch dringt sehr viel Licht in die Kamera. Das Resultat davon ist, dass man kürzere Belichtungszeiten, oder eine niedrigere Lichtempfindlichkeit (ISO) benötigt. Doch je weiter die Blende geöffnet ist, desto geringer ist der Scharf abgebildete Bereich. Objektive, die sehr kleine Blendenwerte, also die Blende weit öffnen können, bezeichnet man als sehr Lichtstark. Sogenannte Festbrennweiten, also Objektive ohne variable Brennweite, sind in den meisten Fällen besonders Lichtstark. Niedrige Blendenwerte werden gerne für Portraitaufnahmen verwendet. Stellt man beispielsweise mit einer Blende 2.8 auf die Augen der zu fotografierenden Person scharf, dann befindet sich der scharf abgebildete Bereich ungefähr zwischen Nase und Ohren. Demnach ist der Bereich vor der Nasenspitze und hinter den Ohren unscharf.

Beispiel:

Portrait einer jungen Frau, die mit einer weit geöffneten Blende fotografiert wurde
Beispiel einer offenen Blende

Hoher Blendenwert, kleine Öffnung

Ein hoher Blendenwert bedeutet demnach, dass die Blendenöffnung sehr klein ist, wodurch weniger Licht in die Kamera dringt und Lichtempfindlichkeit, oder Belichtungszeit erhöht werden müssen. Wahlweise können auch beide Werte verstellt werden. Jedoch hat eine kleine Blendenöffnung (= großer Blendenwert) den Vorteil, dass ein viel größerer Bereich scharf abgebildet wird. Beispielsweise mit einem Blendenwert von 22: Mit dieser Einstellung kann man super eine Landschaft fotografieren, da nahezu das gesamte Foto, beziehungsweise die Schärfentiefe bis ins Unendliche reicht.

Beispiel:

Beispiel einer geschlossene Blende anhand einer Landschaft
Beispiel einer geschlossene Blende

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