Die Belichtungszeit

Das Licht verschwimmt, da der Weg des Lichtes der Autos schneller fortgeschritten ist, als die Kamera belichten konnte
unbewegte Objekte, wie die Straße werden weiterhin scharf abgebildelt, während die Lichter der Autos verwischen und Linien ziehen

Wenn man ein Foto schießt, geschieht dies zumeist in wenigen Sekunden – die Belichtungszeit: diese bestimmt, wie lange das Licht durch das Objektiv auf die Filmebene eindringt und belichtet. Die Belichtungszeit wird durch den Verschluss bestimmt, der nur für die Zeit der Aufnahme geöffnet ist und sich anschließend wieder schließt. Die Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor, da dieser zu einem großen Teil für die Schärfe zuständig ist. Um die korrekte Belichtungszeit ermitteln zu können, benötigt man einen Belichtungsmesser, welcher Zeit, →Blende und →ISO aufführt. Dieser ist in den meisten SLR-Kameras bereits eingebaut.

Befindet man sich an einem sehr dunklen Ort, so kann es sein, dass die Belichtungszeit verlängert werden muss, da das vorhandene Licht nicht mehr ausreicht, um die Filmebene korrekt zu belichten. Deswegen wird in der Regel ein Blitz verwendet, wenn man an dunklen Orten fotografieren will, man jedoch kein Stativ zur Hand hat. Oder man einfach will, dass die Belichtungszeit äußerst kurz gehalten wird, wie beispielsweise auf Partys.

Wie auch bei der Blendenreihe, gibt es eine Belichtungsreihe (in ganzen Abstufungen – Werte erfolgen in Brüchen 1/* sek.):

1/1      1/2      1/4       1/8       1/15       1/30    1/60     1/125     1/250    1/500     1/1000

Diese Werte bedeuten, dass ein Bild, wie auch bei der Blende entweder doppelt so hell, oder doppelt verdunkelt wird. Wenn beispielsweise bei einer korrekten Belichtungszeit von 1/60 sek auf eine kürzere Belichtungszeit wie 1/125 sek wechselt, so ist das Bild doppelt so dunkel, wie vorher, da genau die Hälfte des vorherigen Lichtes in die Kamera eindringt.

Um sich dies vor Augen zu führen:

die Belichtungszeit in drei Bildern - links unterbelichtet mitte korrekt belichtet und rechts unterbelichtet
die Belichtungszeit in drei Bildern – links unterbelichtet mitte korrekt belichtet und rechts unterbelichtet

Zu sehen ist eine Belichtungsreihe mit den jeweiligen Zeiten, wie lange die jeweiligen Fotos belichtet wurden. Das linke Foto ist überbelichtet und relativ unscharf, da in der einen Sekunde, in der aufgenommen wurde sich die jungen Damen, als auch der Fotograf bewegt, was zu einer allgemeinen Unschärfe führt, da sich das Licht auf der Filmebene ebenso wandert. In der Mitte ist die korrekte Belichtung zu sehen, wie diese gewollt ist. Rechts ist eine Unterbelichtung zu sehen, da weniger Licht in die Kamera eingedrungen ist, da der Verschluss nur 1/500 sek geöffnet war – bei gleicher Lichtmenge.

Langzeitbelichtung

Mit der Belichtungszeit kann man aber auch gewollt gewisse Objekte, oder Licht unscharf werden lassen. Es ist zu bedenken, dass das Licht solange auf die Filmebene tritt, solange die Belichtung läuft. Licht, welches sich nun also während der Aufnahme bewegt „verwischt“. Feste Bestandteile, die unbewegt aufgenommen werden, sind weiterhin scharf, wenn sich nun jedoch irgendwas bewegt, wird dies unscharf und die Bewegung wird sichtbar. Durch eine verlängerte Belichtungszeit kann eine sogenannte Bewegungsunschärfe erzielt werden.

Das Licht verschwimmt, da der Weg des Lichtes der Autos schneller fortgeschritten ist, als die Kamera belichten konnte
unbewegte Objekte, wie die Straße werden weiterhin scharf abgebildelt, während die Lichter der Autos verwischen und Linien ziehen

Kurzzeitbelichtung

Man kann durch die Kurzzeitbelichtung sehr schnelle Objekte, die im Normalfall ständig in Bewegung sind und eventuell unscharf abgebildet werden mit einer Kurzzeitbelichtung „einfrieren“. Dadurch ist die Zeit viel kürzer, als der Weg, den das bewegte Objekt in der Zeit zurücklegt. So erscheint das Objekt wie eingefroren.

Der Weg des Schnees ist viel länger, als die Zeit mit der aufgenommen wurde
Nahezu ist die Bewegung des Schnees, welcher auf meine Birne fällt eingefroren

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